Naher Osten


IS soll zehntausende Zivilisten in Mossul festhalten

screenshot SRF
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In Mossul – der letzten Hochburg des IS im Irak – sollen mehrere tausend Familien aus der Umgebung zusammengetrieben worden sein. Nach Angaben der UNO werden sie in der Nähe von militärischen Einrichtungen als menschliche Schutzschilde missbraucht.

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Kriege im Nahen Osten

Sondersendung Rundschau von SRF (19.10.2016)
Sondersendung Rundschau von SRF (19.10.2016)

Die Sykes-Picot Linie

Die «Linie im Sand» verlief entlang von Jerusalem, nördlich an Bagdad und Kirkuk und südlich an Mossul vorbei.
Die «Linie im Sand» verlief entlang von Jerusalem, nördlich an Bagdad und Kirkuk und südlich an Mossul vorbei.

Vor genau 100 Jahren teilten der Franzose F. Georges-Picot und der Brite M. Sykes den Nahen Osten auf. Die Grenzen zogen sie quer durch das Osmanische Reich – ungeachtet der ethnischen und konfessionellen Realitäten.

 

Während des ersten Weltkriegs teilten Frankreich und Grossbritannien das Osmanische Reich unter sich auf. Der nördliche Teil ging an Frankreich und die südliche Region geriet unter britischen Einfluss.

 

So entstand die „Linie im Sand“, eine koloniale Linie, welche bis heute die Geschichte und die politischen Realitäten im Nahen Osten prägen.

 

Die alte Staatenordnung (Syrien und Irak) hat nun die Terrormiliz Islamischer Staat zerstört. Nicht nur für den IS, auch im kollektiven Bewusstsein der 300 Millionen Araber ist Sykes-Picot ein Verrat, der bis heute präsent ist.

 

Zwar gibt es Staaten wie Ägypten und den Iran, die schon seit der Antike existieren oder die Türkei und Saudi-Arabien, welche sich auf starke Gründerväter berufen, aber Länder wie der Libanon, Syrien, Irak Jordanien, aber auch Israel, wurden von Kolonialmächten gegründet und sind deshalb ein Produkt der  „Linie im Sand“.

 

Diese Staaten haben in den zurückliegenden Jahrzehnten ständig Bürgerkriege, Umstürze und Terroranschläge erlebt. Sicher kann nicht nur die willkürlich gezogenen Linie dafür verantwortlich gemacht werden, denn es gab weitere Einflüsse, welche das politisch und gesellschaftlich unsichere Bild  mitprägte: die Rolle des politischen Islams, des Militärs, die Entdeckung von grossen Erdölvorkommen, aber auch die Gründung Israels. Die USA, Russland und Europa haben in diesen Gebieten ständig Eingegriffen, um ihre eigenen Interessen  durchzusetzen. (Verfasser: G. H.)


Erklärvideos



Israel & Palestine: The Middle East Conflict

Gaza: Why Israel and Palestinians are in constant conflict over Gaza?

From the Palestinian Perspective

And the Israeli Perspective



USA im Irak

Folter – Methode der Terrorismusbekämpfung

Camp X-Ray Detainees Guantanamo by US-Navy
Camp X-Ray Detainees Guantanamo by US-Navy

Für die einen legitimes Mittel zur Terrorismusbekämpfung, für die andern ein Rückfall in die Barbarei. 

 

Auf watson: George W. Bush dankt CIA-Mitarbeitern für ihre Folterarbeit.

 

Der Bericht über die CIA-Verhörmethoden nach den Anschläge vom 11. September 2001 wurde veröffentlicht. US-Einrichtungen um den Globus sind in Alarmbereitschaft. Bericht aus dem TA finden Sie hier.


auf SRF: US-Senat veröffentlicht Bericht und US-Folterbericht schockiert die Welt

10 Jahre nach Ausbruch des Irakkrieges

screenshot SRF via youtube
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Exakt vor 10 Jahren brach der 2. Irakkrieg los -- Anlass für «Reporter», mit dem Korrespondenten Ulrich Tilgner die Kriegsschauplätze zu besuchen und eine Bilanz zu ziehen.

(Veröffentlicht am 18.03.2013)